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Kann BOTOX eine ROMPC®-Behandlung beeinträchtigen?

Dieser Eintrag stammt von admin Am 9.1.2010 @ 10:04 In Medikamente | 9 Kommentare

Liebe KollegInnen,

ich habe eine Klientin, mit der ich in der nächsten Sitzung mit ROMPC® anfangen möchte. Sie lässt sich immer wieder mit Botox die Zorn-Falte zwischen den Augenbrauen behandeln.

Hat das Auswirkungen auf den in meinen Augen besonders wichtigen Augenbrauen-Behandlungspunkt,  - zum Beispiel dass dieser nicht mehr anspricht?

Vielleicht hat ja jemand von Euch schon Erfahrungen damit gemacht. Wenn nicht, werde ich berichten, ob trotz Botox ein Behandlungserfolg zu erzielen war.

Herzliche Grüße
Ursula Holl
[1] rua-holl@t-online.de



9 Kommentare To "Kann BOTOX eine ROMPC®-Behandlung beeinträchtigen?"

#1 Comment By tom On 9.1.2010 @ 9.1.2010

Liebe Ursula,

das von dir eingebrachte Thema ist für mich spannend, auch wenn ich diesbezüglich als Therapeut noch keine eigenen Erfahrungen gemacht habe. Deshalb bin ich neugierig, was du in Zukunft berichten wirst.

Gleichzeitig habe ich allerdings ein paar grundsätzliche Überlegungen zu diesem Thema:

1. Sollte der in der Tat bedeutsame Meridian-Augenbrauen- bzw. Trauma-Punkt nach einer Botox-Behandlung auf Stimulation nicht mehr ansprechen, kannst du auf den Äquivalent-Punkt der Ohrakupunktur ausweichen: In der Mitte des Ohrläppchens befindet sich dort der Augen- bzw. Traumapunkt, den du durch sanftes, rhythmisches wechselseitiges Kneifen beider Ohrläppchen stimulieren kannst.

2. Bedenklicher finde ich allerdings, dass Botox (Botolinum Toxin Typ-A) ein starkes Nervengift (Neurotoxin) ist. Auch wenn es in der Schönheitschirurgie in geringer Dosierung mit großem Erfolg lokal angewandt wird, ist meines Erachtens nach bisher völlig ungeklärt, ob bzw. inwieweit die Abbaustoffe dieses Giftes die Hirn-Blut-Schranke passieren und das limbische System oder auch andere Hirnfunktionen beeinträchtigen. Von anderen medizinischen Wirkstoffen wissen wir jedenfalls, dass diese Stoffe Arzneimittel-Intoxikationen verursachen können (z. B. Diazepam), die auf Grund ihrer blockierenden Wirkung eine ROMPC®-Behandlung mitunter schwierig oder unmöglich machen oder sogar paradoxe Reaktionen provozieren, - kurz: eine ROMPC®-Behandlung unkalkulierbach machen.
Allerdings kannst du mit Muskeltest vor jeder ROMPC®-Behandlung überprüfen, ob eine Arzneimittel-Intoxikation vorliegt - und zwar: indem du die entsprechende Behauptung (”Es liegt eine behandlungsbeeinträchtigende Arzneimittel-Vergiftung vor”) in den Raum stellst und testest, ob der Muskel der Patientin schwach wird. Eine Schwächung des Muskels würde die Möglichkeit einer Intoxikation nahe legen.

Ich hoffe, dir weiter geholfen zu haben!

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Weil

ROMPC®-Therapeut
ROMPC®-Ausbilder

[2] thomas.weil@rompc.de
[3] www.rompc-institut.de

#2 Comment By Iris On 23.1.2010 @ 23.1.2010

Liebe Ursula

selber habe ich keine Erfahrungen mit “Botox”-gespritzten Klienten. Ich bin sehr gespannt auf deine Erfahrungen und hoffe, dass du diese hier im Blog veröffentlichst.

Was mich bei dieser Klientin interessieren würde:
Weshalb stören sie die Gesichtsfalten derart? Was ist das Thema darunter? Was bringt sie dazu, sich Gift spritzen zu lassen? Was ist ihr “Beziehungs-bezogener” Gegenwert den sie dafür erhält?

Ich freue mich, wieder von dir zu lesen.

Iris Schumacher
Polarity-Therapeutin
ROMPC(R)-Therapeutin
CH-8400 Winterthur

#3 Comment By Ursula On 24.1.2010 @ 24.1.2010

Liebe Iris,
ich sehe die Klientin erst Ende Januar wieder, ich werde dann berichten. Sie ist selbst Ärztin und lässt sich von ihrem Mann, der Hautarzt ist, die Spritzen geben. Beide sind stark schulmedizinisch ausgerichtet.
Liebe Grüße Ursula

#4 Comment By Ursula On 24.1.2010 @ 24.1.2010

Lieber Thomas,
danke für Deine Tips! ich sehe die Klientin erst nächste Woche wieder.
Wie ich Iris schon mitgeteilt habe, ist die Kl. eine gestandene Schulmedizinerin, die die Botoxspritzen von Ihrem Ehemann (Hautarzt) bekommt.
Ich werde auf jeden Fall eine Intoxikation mit dem Muskeltest abklären. Die Alternative Ohrläppchen ist gut zu wissen.
Nochmals danke!
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Holl

#5 Comment By Ursula On 26.1.2010 @ 26.1.2010

Liebe Iris, lieber Thomas,

heute hat die Klientin den ROMPC-Termin(zur Behandlung ihres Unfalltraumas) leider abgesagt, sie hat derzeit familiär einiges zuregeln.
Sobald es Neues zu berichten gibt, melde ich mich wieder.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula

#6 Comment By Rolf On 27.1.2010 @ 27.1.2010

Liebe Ursula,

ich arbeite im OP und habe zu deinem Thema zwei Fachärzte befragt.

Zuerst einen leitenden Chirurgen, der Botox im Bereich der Analchirurgie therapeutisch einsetzt.

Er konnte mir folgendes erkären:
“Botox lässt dort, wo es injiziert wird die Nervenenden absterben. Diese Nervenenden wachsen aber nach 3 Monaten wieder nach.
Botox hat in diesem lokalen Bereich auch nur Auswirkungen auf die motorischen (bewegungsgebenden)Nerven, nicht aber auf die sensorischen (empfindungsgebenden).
Es hat möglicherweise einen leichten systemischen (sich im ganzen Körper auswirkenden) Effekt. Dieser ist aber nicht nachgewiesen. Sicherheitshalber ist deshalb die Anwendung von Botox bei Schwangeren und Stillenden kontraindiziert.”

Ob Botox also das limbische System beeinflusst, konnte er weder bestätigen noch verneinen.

Als nächstes befragte ich einen leitenden Anästhesisten, der über eine zusätzliche Ausbildung in Akkupunktur in China vefügt, und in unserem Spital den postoperativen Schmerzdienst leitet.

Er meinte:
“Eine Auswirkung von Botox auf die Behandlung mit Akkupunktur sei bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Alle Aussagen diesbezüglich können deshalb nur Vermutungen sein.”
Ob Botox also einen Meridianpunkt beeinflusst, kann wohl auch niemand genau sagen.

Waren ja nicht gerade ergiebig meine Erkundigungen - ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Behandlung deiner Klientin.

Liebe Grüsse
Rolf Barts

ROMPC®-Coach und -Berater
[4] rolf.barts@hotmail.com

#7 Comment By Ursula On 27.1.2010 @ 27.1.2010

Lieber Rolf,
danke für Deine Nachforschungen! Ich werde es einfach bei der Klientin ausprobieren, es kann allerdings noch einige Zeit dauern, bis sie zur Behandlung kommt.
Ich finde die Vorstellung recht ungut, dass Nervenenden bei der Behandlung absterben, auch wenn es reversibel ist (wie lange?).
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Holl

#8 Comment By tom On 14.2.2010 @ 14.2.2010

Liebe Ursula,

deine Frage ist - wie mir erst jetzt bekannt wird - besonders aktuell: Erst vor kurzem wurden im englisch-sprachigen Raum zwei Untersuchungen veröffentlicht, die die Unbedenklichkeit von BOTOX mit seinen Auswirkungen auf das Gehirn bzw. die emotionale und soziale Kompetenz der Behandelten erntshaft in Frage stellen:

1. The Journal of Neuroscience (Link: [5] http://www.jneurosci.org/cgi/content/abstract/28/14/3689?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&fulltext=botox&andorexactfulltext=and&searchid=1&FIRSTINDEX=0&resourcetype=HWCIT) berichtet von einer Studie, die belegt, dass man BOTOX, dass in die Schnurrhaarmuskeln von Ratten injiziert wurde, im Gehirn der Versuchstiere wiederfindet, obwohl man bisher davon ausgegangen ist, dass BOTOX die Hirn-Blut-Schranke nicht überwinden kann.

2. Wissenschaftler der University of Wisconsin-Madison (Link: [6] http://www.news.wisc.edu/17602) haben nachgewiesen, dass mit BOTOX behandelt Testpersonen auf Grund ihrer eigenen gelähmten Gesichtszüge bei ihren Gesrächspartnern nur erschwert und vor allem zeitverzögert den emotionalen Gehalt von deren verbaler und non-verbaler Kommunikation entschlüsseln konnten.

Wenn ich diese beiden Studien als ROMPC®-Therapeut ernst nehme, stelle ich mich im Blick auf eine ROMPC®-Behandlung von BOTOX-Patienten auf gewisse Beeinträchtigungen ein.

Mit herzlichen Grüßen
Thomas Weil
ROMPC®-Therapeut, ROMPC®-Ausbilder
[7] www.rompc-institut.de

#9 Comment By Ursula On 14.3.2010 @ 14.3.2010

Liebe Botox-”Interessierte”,
leider konnte ich ich Klientin bisher noch nicht behandeln, sie kommt nur alle 4 -6 Wochen von weiter her, und z. Zt. geht es in den Sitzungen um Partnerschafts- und Erziehungsfragen, sie wollte die Behandlung ihres Unfalltraumas erstmal verschieben.
Sobald ich ROMPC bei ihr versuche, werde ich hier wieder schreiben.
Liebe Grüße
Ursula Holl


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[4] rolf.barts@hotmail.com: http://blog.rompc-therapie.demailto:rolf.barts@hotmail.com
[5] http://www.jneurosci.org/cgi/content/abstract/28/14/3689?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&fulltext=botox&andorexactfulltext=and&searchid=1&FIRSTINDEX=0&resourcetype=HWCIT: http://www.jneurosci.org/cgi/content/abstract/28/14/3689?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESU
LTFORMAT=&fulltext=botox&andorexactfulltext=and&searchid=1&FIRSTINDEX=0&resourcetype=HWCIT

[6] http://www.news.wisc.edu/17602: http://www.news.wisc.edu/17602
[7] www.rompc-institut.de: http://www.rompc-institut.de

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